Blütenpracht

Sie sind robust und blühen bis in den September. Kein Wunder, dass Hortensien zu den beliebtesten Gartenpflanzen gehören

Die üppig blühende Schönheit schmückt europäische Gärten seit dem 18. Jahrhundert. Die rund 80 Arten sind in Ostasien, Nord- und Südamerika beheimatet und ihre Farbvielfalt ist besonders bemerkenswert: Es gibt sie in Weiss, Blau, Rot, Rosa, Violett oder in Grün. Ihr botanischer Name Hydrangea setzt sich aus griechisch „hydro“ (Wasser) und „angeion“ (Krug) zusammen, denn sämtliche Arten haben einen grossen Durst. Ihren Rufnamen Hortensie verdankt der Blütenstrauch angeblich einer Dame namens Hortense, nach der der französische Pflanzenkundler Philibert Commerson seine Entdeckung 1771 benannte.

Beauty-ABC

Standort und Pflege

Hortensien mögen es halbschattig und windgeschützt – sowohl im Garten als auch im Pflanzkübel auf Terrasse oder Balkon. Topfpflanzen sollten Sie bevorzugt im Frühjahr in spezielle Hortensien- oder Rhododendronerde pflanzen, aber auch im Sommer hat die Hortensie noch genügend Zeit, um gut einzuwurzeln. Das A und O der Pflege heisst wässern. Sorgen Sie besonders an heissen Tagen für ausreichende Wasserversorgung (zweimal am Tag). Nutzen Sie Regenwasser oder enthärtetes Trinkwasser zum Giessen. Hortensien benötigen zur Bildung ihrer pompösen Blüten genügend Nährstoffe. Verwenden Sie speziellen Hortensien- oder Rhododendrondünger, der für einen anhaltend sauren Boden sorgt. Gedüngt wird nur bis Ende Juli, damit die Hortensien ihre Triebe im Spätsommer und Herbst noch ausreifen und eine gute Frosthärte entwickeln können. Wer sich blaue Hortensienblüten wünscht, kann rosafarbene Bauernhortensien innerhalb von ein bis zwei Jahren umfärben. Ein saurer, aluminiumhaltiger Boden lässt die Blüten blau werden. Geben Sie regelmässig Aluminiumsulfat, Hortensienblau oder Hortensiendünger zum Giesswasser. Auch Kali-Alaun aus der Apotheke funktioniert. Bereits blau gekaufte Exemplare brauchen ebenfalls eine Farbauffrischung.

Hortensien schneiden

Bei Bauern-, Samt- und Tellerhortensien nur alte Blüten und erfrorene Triebe entfernen, sie legen ihre Knospen schon im Vorjahr an und dürfen im Frühjahr deshalb nicht stark zurückgeschnitten werden. Bei Rispen- und Ballhortensien alte Blütentriebe im Herbst oder Winter auf ein bis zwei Knospenpaare stutzen. Besonderheit: Wenn Sie bei „Endless Summer“-Hortensien nach der ersten Blüte die alten Blütenstände abschneiden, kann die Pflanze sogar ein zweites Mal in der Saison blühen.

Ziergräser als Begleitung

Hortensien lassen sich prima mit Ziergräsern kombinieren, sie bringen den Farbenreichtum der Blütensträucher gut zur Geltung. Etwa Blauschwingel, Pampasgras, Goldsegge oder Lampenputzergras. Auch der mehrjährige Agapanthus mit seinen blauen Blütendolden eignet sich als harmonischer Begleiter.

Hortensien als Deko

Blüten haltbar machen

Zutaten: 100 ml Glycerin (Apotheke, Drogerie), 200 ml Wasser, 1 Gefäss, 1 Messer. Hortensienstiele frisch und leicht schräg anschneiden. Glycerin mit Wasser vermengen, Hortensie hineinstellen. Die Stängel lagern das Gemisch in den Blüten ein, das Wasser verdunstet, zurück bleibt das konservierende Glycerin. Wenn kleine Glycerinperlen auf den Hochblättchen der Blütenstände erscheinen, ist der Vorgang abgeschlossen. Nun die Hortensie in der Vase oder kopfüber aufgehängt trocknen.

Erhältlich in grösseren Coop Supermärkten und Coop Bau+Hobby.