Weniger ist mehr

Manchmal kann es sehr befreiend sein, einfach nicht zu viel zu haben – oder nur das Beste. Alles über Downshifting, das einfache Leben und die wirklich wahren Werte

All you need is less – so propagieren moderne Minimalisten ihre Lebensform. Denn Ziel ist es, weniger zu besitzen und dadurch glücklicher zu werden. Aber geht das? Ja, sagen Experten, denn wenn man sich von Dingen trennt und sich auf das Wesentliche oder Wichtige konzentriert, fühlt man sich freier und so automatisch auch glücklicher. 

Kann das weg?

LOVOS (Lifestyle of Voluntary Simplicity), Downshifting oder Minimalismus – viele Bewegungen unserer heutigen Zeit beschäftigen sich damit, dem Überkonsum die Stirn zu bieten. Am Anfang steht dabei das Ausmisten, denn durchschnittlich besitzen wir laut Statistik um die 10’000 Dinge – wer logisch denkt, erkennt sofort: So viel braucht kein Mensch. Aber was kann weg, was braucht man noch und was möchte man unbedingt behalten? Experten raten, es anfangs nicht zu übertreiben. Es geht nicht darum, sich von allem zu trennen und asketisch zu leben, sondern so viel loszulassen, dass es sich gut anfühlt. Und wie viel genug ist, darf jeder selbst entscheiden, im ersten Schritt sollte man einfach mal loslegen. Hilfe gibt es dafür von vielen Aufräum-Coaches und Entrümplungsqueens wie Marie Kondo. Nach ihrer Konmarie-Methode wird systematisch ausgemistet. Immer eine Kategorie, also Schuhe, Kleidung, Bücher oder Geschirr, wird dafür aus Schubladen und Schränken genommen und erst einmal auf einen Haufen gelegt. Dann wird jedes – wirklich jedes einzelne Teil – in die Hand genommen und man fragt sich dabei, ob es einen jetzt und in diesem Moment glücklich macht. Wer zweifelt, hat schon die Antwort: Nein – kann also weg. Und weg heisst in diesem Fall nicht in den Müll. Auf Flohmärkten und Tauschbörsen oder als Sachspenden erfüllen die ehemals geliebten Gegenstände nochmals einen neuen Zweck und machen vielleicht andere glücklich. Und schaffen es so, dem ehemaligen Besitzer doch wieder ein gutes Gefühl zu geben. Wer nach diesem Schema aussortiert und sich von Dingen trennt, merkt schnell, wie wenig man eigentlich wirklich braucht. Und wie belastend es sein kann, wenn man erkennt, mit wie viel Unnützem man sich bisher umgeben hat. Aber auch hier heisst es, loszulassen und sich über die neue innere Freiheit zu freuen. Denn man erkennt, dass materieller Besitz nicht zufrieden macht.

Die neue Bewusstheit
Diese Erkenntnis oder diese neue Einstellung wird auch das weitere Konsumverhalten und das gesamte Leben massgeblich beeinflussen. Denn es geht um viel mehr als nur darum, wenig zu besitzen. Es geht auch vor allem darum, die richtigen Dinge zu besitzen. Das heisst aber auch wieder nicht, dass man nur das Wenige, das man wirklich zum (Über-)Leben bräuchte, haben darf. Alles, was glücklich macht und was einem ein gutes Gefühl gibt, ist in Ordnung. Das kann genauso eine schöne Vase, eine duftende Kerze oder ein Bild sein. Das oberste Ziel ist immer, sich wohlzufühlen und sich nicht von zu viel Besitz erdrücken zu lassen. Der buchstäbliche Klotz am Bein soll so losgelassen werden und so auch unnötiger Müll vermieden werden. Wer sich das bewusst macht, wird auch einen bewussteren Umgang mit dem Konsum und allem, was damit verbunden ist, bekommen. Denn Nachhaltigkeit ist die zweite grosse Säule unserer Zeit. Die neue Generation will wieder weg vom Image der Wegwerfgesellschaft und hin zum bewussten Konsum oder sogar noch weiter zum Zero Waste. Wer nur ausgewählte Dinge in seinen Besitz lässt, wird schon vor der Anschaffung genau darüber nachdenken, was es sein soll, und schafft so einen bewussten Umgang mit Ressourcen, der Umwelt und der Gesellschaft. Hochwertige Rohstoffe, regionale Produkte oder umweltschonende Alternativen passen einfach zu diesem Lifestyle.

Click & Win

Trend oder Tand
Gerade in der Mode sind die Trends heute schnelllebig und kurzfristig. Kleidung dient nicht mehr ihrer eigentlichen Funktion, sondern ist Ausdruck der Persönlichkeit geworden. Doch was heute noch en vogue ist, gilt morgen vielleicht schon wieder als last season. Wer dem Modediktat folgt, wird nahezu dazu gezwungen, sich mehrmals pro Saison neu einzukleiden – häufig mit billiger Ware, die unter widrigen Bedingungen hergestellt wurde. Und dabei sind es doch gerade die zeitlosen Trends, die im Kopf bleiben, und die zeichnen sich meist durch Minimalismus aus. Modeprofis gehen deshalb dazu über, auf schlichte Basics und hochwertige Materialien zu setzen, die problemlos über mehrere Saisons Bestand haben, und diese dann mit Trendteilen zu kombinieren. Genau diese Looks sind dann auch wieder Spiegel ihrer Persönlichkeit, die zeigen will, wie wunderbar die Einfachheit sein kann. Clean Chic ist das Zauberwort, Mode ohne viel Chichi. Reduziert auf das Wesentliche und akzentuiert mit Trends. Das kann ein schlichtes Kleid mit einem Gürtel in der angesagtesten Farbe sein, ein klassisches T-Shirt unter dem neuen Trendanzug. Es geht nicht darum, auf Trends zu verzichten, sondern sie bewusster zu tragen. Wichtig ist dabei auch zu wissen, woher die Fashionteile kommen, ob sie nachhaltig produziert und fair gehandelt wurden. Wenn es detailverliebt von lokalen Labels oder verantwortungsbewussten Marken hergestellt ist, trägt man ein Kleidungsstück mit einer ganz anderen Einstellung und bringt ihm mehr Wertschätzung entgegen. Und das ist auf alle Bereiche anwendbar.

Weniger ist mehr
Sogar in der Kosmetik ist dieser Leitsatz schon angekommen. Beim Make-up gilt längst das Less-is-more-Prinzip. Selbst Visagisten und Stylisten internationaler Fashionshows nutzen Make-up heute, um die natürliche Schönheit zu unterstreichen und zu betonen, nicht um sie zu verdecken oder übertriebene Looks zu kreieren. Einige gehen sogar noch weiter und schliessen sich der No-Make-up-Bewegung an. Frauen sollen dadurch bestärkt werden, auf Make-up zu verzichten, um ganz sie selbst zu sein. Was zum nächsten wichtigen Trend in der Beauty führt: minimalistische Hautpflege mit maximalem Ergebnis. Denn durch wenig oder gar kein Make-up rückt die Haut in den Vordergrund. Produkte, die funktional, innovativ und wirksam sind, aber nur so viel wie nötig und so wenig wie möglich enthalten, sind die neuen Beauty-Lieblinge. In Zeiten von Allergien, ungesunden Farb- und Konservierungsstoffen und kaum zu entziffernden INCI-Listen ist es den Konsumenten wichtig geworden, was auf ihre Haut kommt. Natürlichkeit und Nachhaltigkeit stehen dabei im Vordergrund. Kundinnen und Kunden wollen wissen, woher ihre Produkte kommen und wie sie hergestellt werden. Es geht darum, hochwirksame, wertvolle Inhaltsstoffe zu verwenden, möglichst natürlichen Ursprungs, und diese nur mit den nötigsten Pflegekomponenten zu kombinieren. Trotzdem sollen Cremes, Lotions und Co. aber nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen hergestellt, möglichst biologisch und absolut hautverträglich sein. Die Ansprüche an die Pflege sind höher denn je und nicht vielen Marken gelingt es, dem Bedürfnis des Konsumenten gerecht zu werden. Eine dieser Marken, die das seit Jahrzehnten schafft, ist Naturaline.

Nachhaltig aus Tradition
Naturaline fühlt sich verpflichtet, in der heutigen Zeit höchste Standards zu erfüllen. Swiss Made und Ecocert-zertifiziert, enthalten die Produkte 98 Prozent Inhaltsstoffe natürlichen Ursprungs. Mindestens die Hälfte der pflanzlichen Inhaltsstoffe stammt aus kontrolliert biologischem Anbau. Ausserdem verzichtet Naturaline auf synthetische Farb- und Duftstoffe, Silikone und Mineralöle sowie Nanotechnologie. Mehr als zwei Drittel aller Produkte sind vegan und es werden umweltschonende Herstellungstechniken angewendet. Visionär und zukunftsorientiert, werden so Produkte produziert, die perfekt in den heutigen minimalistisch-nachhaltigen Lifestyle passen – und verantwortungsvoll mit Ressourcen und der Umwelt umgehen. Dahinter stehen 20 Jahre Forschung, Umweltbewusstsein und Natürlichkeit. Denn Naturaline Cosmetics legt seit Beginn grössten Wert auf Nachhaltigkeit.

Ohne Mineralöl
Tiefenreinigende Maske mit Kurkuma, Matcha-Tee-Extrakt, Ginseng und Hanföl für normale bis fettige Haut oder Straffende Maske mit Jojobaöl, Rock Rose, Safran und rosa Tonerde und Anti-Aging Maske mit Edelweiss, Lupine und Hyaluron für anspruchsvolle Haut, alles von Naturaline, je 50 ml, je 8.95 8

Vitalisierend
Mizellenwasser mit Rock Rose, Gurke und Hyaluron von Naturaline, 200 ml 7.75 8

Mit fruchtiger Duftnote
Night Elixier Serum-In-Oil mit Jojoba- und Sesamöl, Lipid-Komplex, Macadamia, Squalane und wertvollen Inhaltsstoffen des Szechuanpfeffers von Naturaline, 28 ml 14.95 8

Wussten Sie …


… was die 333 Challenge ist?
Dahinter verbirgt sich eine Modebewegung, die propagiert, dass man drei Monate lang nur 33 verschiedene Teile tragen soll. Immer die gleichen, immer neu kombiniert.

… dass schon Sokrates sagte,
„Genügsamkeit ist natürlicher Reichtum, Luxus ist künstliche Armut“? Ein Zitat, das den modernen Minimalismus wohl kaum perfekter beschreiben könnte.

… dass man mit einem nachhaltigen Leben seinen ökologischen Fussabdruck massgeblich verringern kann?
Schon Kleinigkeiten und vor allem das richtige Konsumverhalten können dabei grosse Auswirkungen haben.

… dass sich Coop schon seit mehr als 20 Jahren
dazu verpflichtet fühlt, nachhaltig zu wirtschaften? Unter taten-statt-worte.ch finden Sie viele Infos zu Projekten und Tipps, wie auch Sie nachhaltiger und umweltbewusster leben können.

8 Erhältlich in grösseren Coop Supermärkten und Coop City Warenhäusern