Masken
Ob nur fünf Minuten oder über Nacht – Masken sind mehr als ein Wellnessmoment. Was können die neuen Masken und warum ist auch mal weniger mehr? Ein Überblick.
So ein schöner Moment: Tuchmaske im Gesicht, Gurkenscheiben auf den Augen, Füsse hoch. Früher war das ein Beauty-Ritual für den Sonntagabend. Heute ist daraus eine eigene Disziplin geworden. Gesichtsmasken sind der Trend, allerdings deutlich smarter als früher.
Mehr als ein Verwöhnmoment
Vorbei sind die Zeiten, in denen eine Maske möglichst dick aufgetragen werden musste. Heute entscheidet der Wirkstoff, was auf die Haut kommt. Hydrogelmasken sitzen kühl und fast unsichtbar auf dem Gesicht, Bio-Cellulose-Masken schmiegen sich an, Sleeping Masks bleiben über Nacht drauf. Feuchtigkeit ist dabei nach wie vor der grosse Klassiker. Hyaluronsäure, Glycerin oder Panthenol helfen der Haut, Wasser zu binden, und lassen sie frischer erscheinen. Genau hier liegt eine der Stärken von Masken. Durch die geschlossene, feuchte Umgebung können Inhaltsstoffe länger in der Haut bleiben.
Spannender wird es bei den neuen Wirkstoffkombinationen. Niacinamid und Vitamin C stehen für Glow, Ceramide und beruhigende Inhaltsstoffe unterstützen die Hautbarriere, Salicylsäure kann bei unreiner Haut interessant sein. Auch Peptide finden sich zunehmend in Masken, die mit einem Anti-Aging-Effekt werben. Der Trend geht dabei klar in Richtung «Skinimalism»: nicht möglichst viele Produkte, sondern möglichst genau das Richtige für die eigene Haut.
Hübsch
Mittlerweile spielt auch die Optik eine Rolle – natürlich vor allem durch Tiktok und Instagram. Masken dürfen auffallen: transparentes Hydrogel, glänzende Texturen, auffällige Eye-Patches oder die beinahe futuristische Optik moderner Bio-Cellulose-Masken machen aus der Pflege ein kleines Lifestyle-Statement. Sheetmasks mit Tiergesichtern, Mustern oder Glitter kommen auf Fotos der Selfcare-Session besonders gut rüber. Und manche Masken wechseln nach der Einwirkzeit die Farbe. Der Trend passt damit perfekt zu einer Generation, die Beauty nicht nur als Pflege, sondern als Ritual, Selfcare und Teil des persönlichen Stils versteht. Und dazu gehört eben auch, dass Beauty nicht nur wirkt, sondern auch ein gutes Lebensgefühl vermittelt.
Praktisch
Korea ist nach wie vor der Trendgeber in puncto Masken. K-Beauty hat die Tuchmaske längst vom gelegentlichen Spa-Accessoire zum unkomplizierten Bestandteil der Hautpflege gemacht. Gleichzeitig entwickelt sich die Anwendung weiter. Statt einer Maske für alles wird zunehmend gemultimaskt. Vorbild dafür ist eine moderne Gesichtspflegeroutine mit unterschiedlichen Produkten wie Augencreme oder Serum. So wird eine klärende Maske auf der T-Zone, eine beruhigende auf den Wangen und vielleicht noch ein Hydrogelpatch unter den Augen angewandt. Praktisch, wenn verschiedene Gesichtspartien tatsächlich unterschiedliche Bedürfnisse haben – und ziemlich Instagram-tauglich ist es obendrein.
Überall
Masken sind so salonfähig, dass man sie wirklich immer und überall tragen kann. Vor allem die Eyepatches sieht man morgens beim Bäcker oder in der Bahn öfter. Benefit: Im Flugzeug, wenn die Luft besonders trocken ist, sind Augenmasken ein echter Gamechanger. Sie versorgen die Haut, während man gemütlich über den Wolken relaxed, und sorgen für einen wachen, frischen Blick beim Aussteigen. Aber auch die cleveren Clear-up-Strips oder Pickelpatches sind überall einsetzbar. Und auch die dürfen gesehen werden. Es gibt sie natürlich transparent, aber auch in Herz-, Stern- oder Blumenform. Ein weiterer Pluspunkt dieser Minimasken ist, dass sie extrem platzsparend sind und in jedem noch so kleinen Gepäck Platz finden. Also gleich einpacken.
Weniger
Doch auch beim Maskenmoment gilt: Mehr ist nicht automatisch besser. Eine Tuchmaske deutlich länger als vorgesehen auf dem Gesicht zu lassen, kann die Haut sogar wieder austrocknen. Und wer gleichzeitig Peeling, Säure, Retinol und eine Wirkstoffmaske kombiniert, tut seiner Haut nicht unbedingt einen Gefallen. Brennen oder starkes Kribbeln sind kein Zeichen dafür, dass ein Produkt besonders gut wirkt – sondern ein guter Grund, es wieder abzunehmen. Hier gilt ganz klar das Prinzip des Skinimalism. Die Haut braucht nicht immer grosse Mengen Pflege, sondern die richtigen Wirkstoffe zum richtigen Zeitpunkt. Feuchtigkeit nach der Sonne, Lipide nach einem Tag im trockenen Büro oder Vitamin C, wenn man zu vielen freien Radikalen ausgesetzt war.
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